Bündniss 12. Februar
Wie schon seit einigen Jahren ist Rassismusfreies Transdanubien auch heuer wieder Teil des Bündnisses 12. Februar. Wir laden alle Freund_innen ein, sich an der für diesen Tag geplanten Demonstration zu beteiligen.

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Wie schon seit einigen Jahren ist Rassismusfreies Transdanubien auch heuer wieder Teil des Bündnisses 12. Februar. Wir laden alle Freund_innen ein, sich an der für diesen Tag geplanten Demonstration zu beteiligen.

Am Dienstag den 9. Dezember 2025, 19:00 Uhr (Ankommen), 19:30 Uhr (Veranstaltungsbeginn)
Im WERKL im Goethehof, Schüttaustraße 1-30 / Stiege 6 / R02, 1220 Wien
Mit Selma Schacht
Der Bund muss sparen und mit ihm die Länder und Gemeinden – so tönt es uns tagtäglich aus allen medialen Kanälen entgegen. Gleichzeitig sind wir mit Lohn- und Gehaltsabschlüssen unter der Inflationsrate und steigender Teuerung bei Energie- und Stromversorgung, bei Mieten und Lebensmitteln konfrontiert. Doch anstatt Milliardäre und Millionäre entsprechend zu besteuern, auferlegt uns die Regierung einen harten Sparkurs, der die ohnehin schon Ärmsten der Gesellschaft besonders trifft. Aber dem nicht genug: Für die nächsten Jahre sind Milliardenausgaben für Rüstung und Anschaffung von Kriegsgerät geplant.
Die Stadt Wien, die sich bisher ihrer sozialen Tradition rühmte, trägt den Sparkurs zur Gänze mit. Nicht nur sehen sich Deutschlehrende, Sozialarbeiter_innen in der Sucht- und Drogenhilfe u.v.a. Berufsgruppen in ihrer Existenz bedroht, sondern auch die Menschen, die sie bisher betreut haben und die ohnehin schon sehr prekär leben und nun Gefahr laufen, ihr soziales Netz gänzlich zu verlieren: Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende, Pensionist_innen, Geflüchtete, Langzeitarbeitslose, Wohnungslose, Pflegebedürftige.
In Wien hat sich eine Protestbewegung gegen die geplanten Einsparungen entwickelt, die davor warnt, dass sich nicht nur das „Straßenbild“ der Stadt drastisch verändern werde, wird das Sparprogramm umgesetzt. Das Bündnis „SoWiSo – Solidarischer Widerstand gegen Sozialabbau“ versucht die Proteste zu koordinieren und weitere zu organisieren.
Über Ausmaß der Kürzungen und Anzahl und Art der betroffenen Einrichtungen berichtet Selma Schacht. Sie ist Sozialarbeiterin und Freizeitpädagogin, Betriebsratsvorsitzende bei „Bildung im Mittelpunkt“, Arbeiterkammerrätin für die KOMintern und in vielen Zusammenhängen politisch aktiv.

Ausstellungsbesuch mit Führung

Community-Museum Goethehof, Schüttaustraße 16, 1220
Samstag, 15. November 2025, 10.00
Nähere Infos gibt es im Kurier.
Im Auftrag von Wiener Wohnen haben Alexander Martos und Niko Wahl die Ausstellung „Auch das waren wir“ konzipiert. Sie erinnert an die über 130 Bewohner_innen des Goethehofs, die während der NS-Zeit aus ihren Wohnungen vertrieben wurden. Es waren Menschen, die verfolgt wurden, weil sie jüdisch waren oder gegen die Nazis Widerstand leisteten. Im Goethehof selber sind die Namen der Betreffenden an den Türen der Stiegen angebracht worden, auf denen sie gewohnt haben. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Bewohner_innen und Nachbar_innen des Goethehofs entstanden und gibt Einblick in die Gedankenwelt der heute dort Lebenden.
Aufgrund der beschränkten möglichen Teilnehmerzahl wird um bis 13. November Anmeldung gebeten.
Im Oktober sind wir nicht, wie gewohnt, im Werkl, sondern im Karl-Seitz-Hof in Floridsdorf.
Joschka Köck, der gemeinsam mit dem Kollektiv Phehnix das Stationentheater WiderStadt erarbeitet hat, hat uns zur Aufführung samt Diskussion eingeladen.
Das Kollektiv Phehnix greift in seiner Arbeit Ereignisse aus der Vergangenheit auf, entfacht sie zu neuem Leben und setzt sie in Bezug zum Hier und Jetzt.

Gearbeitet wird nach Methoden des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal.
Samstag, 11. Oktober 2025, 17.00
Karl-Seitz-Park, 1210 Wien
WiderStadt
Partizipatives Stationentheater über den Widerstand gegen den Austrofaschismus im Wien der 1930er Jahre
Entwicklung / Spiel: Vanessa Appenzeller, Tobias Brossmann, Naomi Dutzi, Davide Gnato, Ronnie Hift, Odilia Hochstetter, Joschka Köck, Lisa Liska, Linda Raule, Hannes Reitberger, Veronika Vitovec
Künstlerische Leitung: Naomi Dutzi
Produktion: Veronika Vitovec (Leitung), Tobias Brossmann
Öffentlichkeitsarbeit: Odilia Hochstetter
Ausstattung und Kostüm: Naomi Dutzi, Ronnie Hift
Historische Beratung: Lukas Meissel, Charlotte Rönchen
Anschließend:
Samstag, 11. Oktober 2025, 19.00
WienZimmer Gartenstadt im Karl-Seitz-Hof (Jedleseer Str. 66-94/Ecke Jedleseer Straße und Dunantgasse, 1210 Wien)
mutig Demokratie WIDERSTÄNDIG machen
Podiumsdiskussion
Unter diesem Titel diskutieren Historiker*innen mit Expertise für Austrofaschismus und Widerstand und Aktivist*innen über Kontinuitäten und Unterschiede der historischen Situation des Weges in den Austrofaschismus und der Situation unserer Demokratie heute. Außerdem besprechen sie die unterschiedlichen Möglichkeiten künstlerischer, aktivistischer und historisch-wissenschaftlicher Arbeit, unsere Demokratie widerständig zu machen. Welche Widerstandsformen brauchen wir heute? Wie gehen wir mit dem Rechtsruck heute um? Was können wir aus der Geschichte lernen und wie schaffen wir eine zeitgemäße Erinnerungskultur?
Gäste:
*Charlotte Rönchen, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Historische Sozialforschung in Wien
*Dr. Lukas Meissel, Historiker und Associated Research Fellow (Post Doc) am Richard Koebner Minerva Center for German History an der Hebräischen Universität Jerusalem.
*Anna Rosenberg, Bündnis 12. Februar: https://www.buendnis1202.at/
*Eva Posch, Wir* Gegen Rechts: https://wir-gegen-rechts.at/
Moderation: Ronnie Hift, Kollektiv Phehnix
Eintritt frei, wir freuen uns auf viele Theaterbesucher_innen und Mitdiskutant_innen!
Gefördert von der Stadt Wien Kultur und vom Zukunftsfonds der Republik Österreich; mit freundlicher Unterstützung des WienZimmers.
Hier ist die Lesung mit Rudi Burda aus seinem Buch „Sandige Leitn, rote Saat. Widerstand im Westen Wiens“ vom 9.5.2025 im Werkl nachzuhören. Danke an Eva Neureiter von Radio Orange für die Aufnahme:
In der Jungen Welt ist folgender Beitrag von Barbara Eder über den von Rudi Burda geführten Rundgang durch den Sandleitenhof erschienen, hier ist der Link dazu:
https://www.jungewelt.de/artikel/504632.widerstand-gegen-austrofaschismus-sand-im-getriebe.html
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