am Dienstag, 9. Juni 2026, 19:30 (Ankommen ab 19:00)
Werkl im Goethehof, Schüttaustraße 1-39 / Stg. 6 / R02, 1220 Wien
Texte zu Krieg und Frieden
Susanna C. Schwarz-Aschner, Willi Stelzhammer und Helga Golinger (Programmgestaltung), Mitglieder des Ersten Wiener Lesetheaters (1. WrLT)
Das 1990 gegründete 1. WrLT ist eine freie Theatergruppe, in der seit Bestehen mehrere hundert Lesende (Schauspieler:innen, Autor:innen und literaturinteressierte Laien) bei mehr als 3000 Leseveranstaltungen mitwirkten. Aufführungen finden und fanden nicht nur in Wien oder anderen österreichischen Städten statt. Das 1. WrLT präsentierte ausgewählte Programme unter anderem auch in London, Kassel, Leipzig und Berlin. Alle Veranstaltungen finden grundsätzlich bei freiem Eintritt statt. Bislang konnte das 1. WrLT mehr als 100.000 Besuchende begrüßen.
Zur Aufführung gelangen sowohl Werke der Weltliteratur als auch solche unbekannter oder in Vergessenheit geratener Autor:innen. Immer wieder nimmt das 1. WrLT auch zu aktuellen politischen Themen Stellung.
Tafel-Eröffnung für die Opfer der Shoah und der politisch verfolgten Bewohner_innen des Goethehofs
am 19. Juni 2026, um 15:00 h, Goethehof, Schüttaustraße 1-39, 1220 Wien
Feierliche Eröffnung mit dem Chor „Trotz alledem“ Reden: DÖW, Bezirksvertretung 1220 Wien u.a.
„Steine des Gedenkens“-Vereinsmitglied, die Autorin Susanne Pollak ist im Goethehof aufgewachsen und hat hier eine Erinnerung aufgeschrieben:
„Ich bin im Goethehof aufgewachsen und kann mich gut daran erinnern, wie ich es liebte, mit meinen Freundinnen, den Arbeiterkindern, die keine Scheu vor der jüdischen Arzttochter hatten, im „Hof“ Fangen, Tempelhüpfen, Abschießen und Völkerball zu spielen.
Ich war als 3-Jährige m Dezember 1945 mit meiner Mutter in einem der ersten Arlberg-Express-Züge aus Paris am zerbombten Westbahnhof angekommen, wo uns mein Vater empfing, der schon im Mai 1945, unmittelbar nach Kriegsende, aus dem Exil in Frankreich nach Wien zurückgekehrt war. Ärzte wurden im Nachkriegswien dringend gebraucht, so hatte er gleich nach seiner Ankunft die Wohnung samt Ordination auf der Stiege 43 im Goethehof zugewiesen bekommen.
Ich bewunderte die hellen Räume, die großen Fenster, die auf brachliegendes Land auf der anderen Seite der Schüttaustraße zeigten. Und an die alten Möbel, die da standen, vor allem die dunklen, schweren Polstermöbeln, die direkt dazu einluden, darauf herumzuhüpfen. Das war jedoch streng verboten, denn diese Möbel gehörten nicht uns. Sie wurden auch bald abgeholt.
Damals verstand ich das nicht, heute frage ich mich, waren das die Möbel des 1938 vertriebenen jüdischen Arztes oder jene des Arztes, der im Auftrag der Nazi dort bis 1945 ordiniert hatte?“
„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts!“
Mit Isabella Haschke, Adalbert Krims, Manfred Sauer und Elfriede Schuh
Je weiter wir uns vom Ende des Zweiten Weltkriegs entfernen, umso mehr scheint diese von Willy Brandt 1981 geäußerte Erkenntnis in Vergessenheit zu geraten. Zumindest könnte man diesen Eindruck angesichts der zunehmend instabilen politischen Lage auf der Welt bekommen. Kein Wunder also, dass sich auch in unseren Breitengraden immer mehr Menschen Sorgen um die Zukunft machen. Krieg scheint zunehmend zur Normalität zu werden, mit leichtfertig in Kauf genommenen „Kollateralschäden“ und unendlichem menschlichen Leid.
Wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen? Was braucht es, um aus der Spirale der Gewalt auszusteigen? Gibt es eine Rückkehr zum Völkerrecht? Und warum kommt die Friedensbewegung nicht in die Gänge?
Darüber wollen wir sprechen mit:
Isabella Haschke (Wandern für den Frieden), Adalbert Krims (Hrsg. der Zeitschrift „Kritisches Christentum), Manfred Sauer (Zeitschrift „betrifft frieden“), Elfriede Schuh (Friedensaktivistin)
Veranstaltet von Rassismusfreies Transdanubien Mit Isabella Haschke, Adalbert Krims, Manfred Sauer und Elfriede Schuh
Je weiter wir uns vom Ende des Zweiten Weltkriegs entfernen, umso mehr scheint diese von Willy Brandt 1981 geäußerte Erkenntnis in Vergessenheit zu geraten. Zumindest könnte man diesen Eindruck angesichts der zunehmend instabilen politischen Lage auf der Welt bekommen. Kein Wunder also, dass sich auch in unseren Breitengraden immer mehr Menschen Sorgen um die Zukunft machen. Krieg scheint zunehmend zur Normalität zu werden, mit leichtfertig in Kauf genommenen „Kollateralschäden“ und unendlichem menschlichen Leid.
Wie ist die aktuelle Situation einzuschätzen? Was braucht es, um aus der Spirale der Gewalt auszusteigen? Gibt es eine Rückkehr zum Völkerrecht? Und warum kommt die Friedensbewegung nicht in die Gänge?
Darüber wollen wir sprechen mit:
Isabella Haschke (Wandern für den Frieden), Adalbert Krims (Hrsg. der Zeitschrift „Kritisches Christentum), Manfred Sauer (Zeitschrift „betrifft frieden“), Elfriede Schuh (Friedensaktivistin)
Veranstaltet von Rassismusfreies Transdanubien im Werkl/Goethehof, Schüttaustraße 1-39/6/R02, 1220 Wien um 19:30h (Ankommen ab 19:00h).
Donnerstag, 16. April 2026 Donaucitykirche
Menschenrechts-NGOs unter Druck – Amnesty International
Mit Shoura Zehetner-Hashemi
Vortrag und Diskussion, um 19:00h, Donaucitystraße 2, 1220 Wien
Shoura Zehetner-Hashemi ist Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich
Eine Veranstaltung der Friedensinitiative 22 und des Österreichischen Friedensrats
Wie stehen die Chancen auf Frieden in Palästina? – um 19:00h
Mit Muna Duzdar
Der Krieg Israels gegen die palästinensische Zivilbevölkerung dauert unvermindert an und erstreckt sich inzwischen nicht nur auf Gaza, sondern auch das Westjordanland, wo die israelische Regierung illegalen Siedlungsbau forciert und die Lebensgrundlagen der palästinensischen Bevölkerung durch großflächige Abholzung von Olivenbäumen zerstört.
Sind der im Gaza-Friedensplan vorgesehene Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und eine mögliche palästinensische Selbstverwaltung nun in greifbarer Nähe? Und können wir überhaupt von einem Waffenstillstand sprechen? Und wie sieht es mit der Versorgung der Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln und winterfesten Behausungen aus?
Darüber werden wir mit Muna Duzdar sprechen.
Muna Duzdar ist Rechtsanwältin und Abgeordnete zum Nationalrat der SPÖ. Sie ist Obfrau des Verfassungsausschusses, Mitglied des Pilnacek-Untersuchungsausschusses, des Justizausschusses und des Geschäftsordnungsausschusses. Im September 2025 stellten sie und ihr Kollege Paul Stich ein Anfrage an die Außenministerin betreffend der Lieferung von Rotax-Motoren für Drohnen, die im Gaza-Krieg zum Einsatz kommen, siehe Anfrage von Muna Duzdar. Sie ist die Tochter palästinensischer Einwanderer und war erste Staatssekretärin mit Migrationshintergrund in der Regierung Kern (2016-2017).
Wie gewohnt im – Werkl im Goethehof, Schüttaustraße 1-30 / Stiege 6 / R02, 1220 Wien