17.05.2022: Die Waffen nieder!

Von , 6. Mai 2022 08:51

Im Mai wollen wir uns der Arbeit Bertha von Suttners widmen, deren friedenspolitisches Engagement angesichts der Ereignisse an Aktualität nichts eingebüßt hat. Wir beschäftigen uns mit ihrem Leben und ihren Bemühungen um Abrüstung und Völkerrecht, werden den Roman „Die Waffen nieder!“ (1889) im Spiegel seiner Entstehungszeit und der aktuellen Ereignisse präsentieren und der Frage nachgehen, was wir als Linke heute zu den Positionen einer pazifistischen Aristokratin zu sagen haben. Was daran ist noch zeitgemäß?

Ein Abend gestaltet von Hilde Grammel und Hanni Wagner

Ort: Yella Yella! Nachbar:innentreff, Maria-Tusch-Straße 2, 1220 Wien

Zeit: Dienstag, 17.05.2022, 19.00 (Eintreffen), Beginn der Veranstaltung: 19.30.

19.4.2022: Nachbarn und Fremde

Von , 8. April 2022 22:22

Vom Teilen-und-Herrschen in der Flüchtlingspolitik,

mit Michael Genner

Mit der von manchen angestrebten „Eingemeindung“ der Ukraine in EU (und NATO) soll das Land auch Teil der Festung Europa werden. Als ein im Nation Building-Prozess befindlicher Staat mobilisiert die Ukraine in der aktuellen Kriegssituation alle nationalistischen Ideologien (bzw. muss sie, entsprechend der Kriegen innewohnenden Logik, mobilisieren). Gleichzeitig erleben wir eine ‚Teile und Herrsche‘-Politik der österreichischen Eliten, die es schafft, noch die Ärmsten der Armen gegeneinander auszuspielen und das Elend der Geflüchteten für Propagandazwecke zu instrumentalisieren. Über die Entwicklungen in der österreichischen Asylpolitik angesichts des Krieges und über die nationalistische und rassistische Ausgrenzungspolitik in der Ukraine nicht erst seit Kriegsbeginn sprechen wir mit Michael Genner, der die Zwei-Klassen-Teilung von Geflüchteten in Nachbarn und Fremde kritisiert.

Michael Genner ist seit 1989 in der Flüchtlingsarbeit tätig, so beim Flughafensozialdienst und er ist stellvertretender Vorsitzender der Organisatin Asyl in Not.

2011 erhielt er den jährlichen Menschenrechtspreis der Österreichischen Liga für Menschenrechte. Er hat zahlreiche Bücher und Beiträge in Sammelbänden veröffentlicht, u.a. „Folteropfer in Schubhaft“, „Verleitung zum Aufstand – Ein Versuch über Widerstand und Antirassismus. Er ist regelmäßiger Redner bei antirassistischen Demonstrationen.

Moderation: Hanni Wagner

Nicht nur für das geistige, auch für das körperliche Wohl wird Sorge getragen.

Yella Yella! Nachbar_innen-Treff, Maria-Tusch-Straße 2/1/EG, 1220 Wien

Dienstag, 19.4.2022, Eintreffen ab 19:00 h, Beginn der Veranstaltung ab 19:30 h

Wieder Krieg in Europa – was ist nötig, um ihn zu beenden?

Von , 9. März 2022 11:18

Am 24.2.2022 ist mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine der Krieg nach Europa zurückgekehrt. Doch dieser Krieg ist anders als alle letzten zusammengenommen (Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien): Der Aggressor ist diesmal nicht die NATO, sondern deren deklarierter Erzfeind Russland.

Ganz anders daher auch die Reaktion des Westens. (Nicht erst) Seit Ausbruch des Krieges übertreffen westliche Politik und Medien einander mit unverhohlener Kriegspropaganda und Feindbildrhetorik, werden Wirtschaftsbeziehungen abgebrochen, Konten eingefroren, Sanktionen ausgesprochen. Im Ausland lebende Menschen aus Russland werden – auch tätlich – angegriffen. Heimische Politiker_innen stellen die österreichische Neutralität in Frage. Die EU, speziell Deutschland, macht Milliarden für den Ankauf von Kriegsgerät locker. Flüchtlinge sind plötzlich wieder willkommen, da es sich um Menschen handelt, die der Kriegspropaganda ‚dienlich‘ sind.

Die Linke, seit jeher Partei und Bewegung für den Frieden, steht vor der Herausforderung, sich gegenüber den Ereignissen zu positionieren. Worum geht es in diesem Krieg?
Wie ist er historisch und geopolitisch einzuordnen?
Wer hat welche (vorder- und hintergründigen) Interessen?
Was bedeutet die Aussage: „Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit?“
Und schließlich: Welche Art von Politik braucht es, um den Frieden wiederherzustellen?

Ihre Gedanken mit uns teilen werden:

Zeynem Arslan, Autorin, Aktivistin u.a. bei DIDF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine)

Alisa Vengerova, Bundesvorsitzende der Jungen Linken

Moderation: Hilde Grammel

Ort: Yella Yella! Nachbar:innentreff, Maria-Tusch-Straße 2, 1220 Wien

Zeit: Dienstag, 15.3.2022, 19.00 (Eintreffen), Beginn der Veranstaltung: 19.30.

2022 – Erinnerung an 1934

Von , 14. Februar 2022 19:06

Nachtrag zur 88 Jahre Feier – 12. Februar 1934

Die Aufnahme der Reden von Gerhard Kettler von Radio Orange dazu und einige Bilder.

Februargedenken vor dem Goethehof

Von , 5. Februar 2022 22:44

Sonntag, 13. Februar 2022, 15 Uhr Goethehof Haupteingang,
Schüttaustraße 1-39, 1220 Wien (bei der Gedenktafel)

Mit Redebeiträgen von:

Nico Pretterhofer (Sozialistische Freiheitskämpfer:innen),

Ernst Wolrab / Dagmar Schindler (KZ-Verband),

Bernhard Gaishofer (KPÖ-Donaustadt),

Laura Gotcheva (Junge Generation),

Clemens Weigl (SJ 22),

Heidi Sequenz (Grüne),

Tabea Freiler (Junge Linke),

Oliver Jonischkeit (GLB)

Musikalische Beiträge von der Roten Kapelle zum Auftakt, in der Mitte und zum Abschluss der Kundgebung

Moderation: Hanni Wagner

Die Februarkämpfe des Jahres 1934 läuteten das Ende der Demokratie in Österreich ein.

Mit der Niederlage der Arbeiterbewegung, die sich gegen Massenarbeitslosigkeit und Verelendung zur Wehr setzte und die sozialen Errungenschaften, die das Rote Wien ihnen gebracht hatte, mit Waffen zu verteidigen bereit war, war der Weg frei für Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Die Erste Republik ging im Bürgerkrieg unter und machte einer autoritären Regierung unter Engelbert Dollfuß Platz, die das Parlament auflöste, politische Gegner_innen verhaftete, mit Notverordnungen regierte und die Verfassung außer Kraft setzte.

Wie jedes Jahr gedenken wir der tapferen Kämpfer_innen des Republikanischen Schutzbundes, die – unzureichend ausgerüstet und ohne militärische und politische Führung – gegen die Übermacht aus Heimwehr und Militär chancenlos blieben. Viele von ihnen ließen ihr Leben, weitere verschwanden in den Anhaltelagern und Kerkern der Austrofaschisten, wo sie Folter und Misshandlungen ausgesetzt waren und die nur wenige lange überlebten.

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln im Freien (Abstand, FFP2-Masken).

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