16.2.: Februargedenken

Von , 1. Februar 2020 19:51

Auch heuer gedenken wir der Ereignisse des Februar 1934, jener Tage in der österreichischen Geschichte, in denen sich Kämpferinnen und Kämpfer des Schutzbundes, der Sozialdemokratischen und Kommunistischen Parteien und der Gewerkschaften gegen die austrofaschistischen Heimwehren und die österreichische Armee in Stellung brachten, um die Demokratie zu verteidigen, bevor sie im Austro- und Nazifaschismus unterging.

„Die Arbeiter von Wien“ sahen sich als „das Bauvolk der kommenden Welt“, als „der Zukunft getreue Kämpfer“, jene, die die Herrschaft der „Herren der Fabriken, der Herren der Welt“ zu Fall bringen und die Freiheit erringen würden.

Auch der Goethehof in der Donaustadt war Schauplatz von Kämpfen der organisierten Arbeiter*innenschaft, die letztlich der militärischen Überlegenheit der Gegenseite weichen musste. Viele ihrer Anführer und Kämpfer wurden hingerichtet oder landeten in den Kerkern und ‚Anhaltelagern‘ der Austrofaschisten. Gründe für die Niederlage gab es viele. Einer davon war, dass in Österreich die Spaltung der Gesellschaft in Stadt und Land, zwischen bäuerlicher Bevölkerung und Industriearbeiterschaft nicht überwunden war, wodurch es möglich wurde, die unterschiedlichen Teile der Bevölkerung gegeneinander auszuspielen – eine Spaltung, die übrigens bis heute nachwirkt.

Bei der Gedenkveranstaltung werden zu uns sprechen:

Vertreterinnen der Opfer-Verbände, Parteivertreterinnen, Jugendorganisationsvertreter*innen

Musikprogramm: Albert Dlabaja
Sonntag, 16.2.2020, 15.00

Gedenktafel am Goethehof, Schüttaustraße 1-39, Haupteingang, 1220 Wien

21. Jänner 2020: Ein Abend über Magarethe Schütte-Lihotzky

Von , 22. Dezember 2019 23:23

Unser Jännertermin ist der Architektin und Widerstandskämpferin Margarete Schütte-Lihotzky (23.1.1897. 18.1.2000) gewidmet.

Margarete Schütte-Lihotzky – Architektin und politischer Mensch

„Es war mir immer wesentlich in meinem Beruf und auch außerhalb desselben mit allen meinen kleinen Miniminikräften dazu beizutragen, daß ich schließlich aus einer besseren Welt scheide als diejenige, in die ich hineingeboren war.”
Nach diesem Leitmotiv ihres Lebens engagierte sich Margarete Schütte-Lihotzky zeitlebens dafür, durch ihre Architektur die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Dafür ist sie mittlerweile berühmt. Gerade ist wieder ein Buch über sie erschienen. Aus Anlass ihres 20. Todestages werden noch weitere Publikationen und Forschungsarbeiten folgen. Wir wollen uns aber mit dem weniger bekannten Widerstand gegen den Faschismus und ihr Engagement in der Friedens- und Frauenbewegung auseinandersetzen.

Referentin: Elisabeth Holzinger – Politikwissenschaftlerin und Autorin mit Schwerpunkt „Frauen im Widerstand“

Wann: Dienstag, 21.1.2020, 19:00, Beginn: 20:00

Wo: Gemeinschaftsraum des Frauenwohnprojekts [ro*sa] Donaustadt im Johanna Dohnal Haus, Anton-Sattler-Gasse 100, 1220 Wien

17.12. Solidarischer Jahresausklang bei der Punschütte Verein Pflegehospiz

Von , 5. Dezember 2019 00:19

Wie jedes Jahr treffen sich die Aktivist*innen von „Rassismusfreies Transdanubien“ im Dezember zu einem solidarischen Jahresausklang bei der Punschhütte des Vereins Pflegehospiz Kaisermühlen unmittelbar vor der gleichnamigen U1-Station (Ausgang Schüttaustraße) am Platz der Vereinten Nationen.  

Der Erlös kommt der neuen WG des Pflegehospizes im Goethehof zugute. Diese bietet älteren Menschen, die nicht mehr zu Hause wohnen können, eine Wohnform, die ihren Bedürfnissen entspricht: Die Bewohner*innen haben ihre Privatsphäre in ihrem jeweils eigenen abgetrennten Wohnbereich. Doch im großzügigen Gemeinschaftsraum und bei schönerem Wetter auch im Garten bzw. auf der Terrasse sind Besucher*innen selbstverständlich willkommen. Hier findet das soziale Leben statt.

Wir wollen unseren Jahresausklang mit einem geselligen Treffen und dem Genuss der angebotenen Köstlichkeiten der Punschhütte begehen. Und: An diesem Tag musiziert auch der Weihnachtsmann!

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Wann: Dienstag, 17.12.2019, 18.00
Wo: Punschhütte des Vereins Pflegehospiz Kaisermühlen, Platz der Vereinten Nationen, 1220 Wien

19.11.2019: Wohnen zwischen Menschenrecht und Profit

Von , 5. November 2019 10:21

Im Kapitalismus ist alles eine Profitquelle, so auch das Wohnen, das eigentlich ein Menschenrecht ist. Aktuell wird Wohnen in immer mehr europäischen Städten zu einem nicht mehr leistbaren Gut, da die Politik nicht mit der nötigen Entschlossenheit gegen Spekulanten und Mietwucherer vorgeht, mehr noch, oftmals die Interessen der Menschen jenen  von Hausbesitzern und Investoren opfert.

Die Stadt Wien hat ein historisches Erbe zu verteidigen: Die Wohnbauoffensive des „Roten Wien“ unter Federführung von Hugo Breitner, die mit einer Luxussteuer finanziert wurde, war nicht nur Zeit ihrer Realisierung international vorbildlich, sondern zeigt bis heute Wirkung, insofern die damals geschaffene Grundlage wesentlich dafür verantwortlich ist, dass die Wiener*innen im Vergleich zu anderen Städten geschütztere Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt vorfinden. Die Mieten sind im internationalen Vergleich niedriger, es gibt Mieter*innenschutz-Gesetze, viele Menschen können die Zumutungen des freien Wohnungsmarkts umgehen, da sie Gemeinde- und Sozialwohnungen zur Verfügung haben. Dennoch bleibt noch bzw. ist schon wieder einiges zu tun – was das  wäre, darüber diskutieren wir mit:  

Stefan Ohrhallinger, Aktivist von Wien Anders Leopoldstadt, Mitgründer der Initiative #mietenrunter, hat eine Initiative für einen Kautionsfonds auch in Wien ins Leben gerufen und sich gemeinsam mit den anderen Mieter*innen gegen die Entmietung aus dem inzwischen denkmalgeschützten ehemaligen Hotel National in der Taborstraße 18 im 2. Bezirk zur Wehr gesetzt.

Sabine Karrer, Aktivistin der Europäischen Bürgerinitiative „Housing for All“, die sich für leistbares Wohnen einsetzt. Auch in Österreich steigen die Wohnkosten wesentlich rasanter als die Einkommen. „Housing for All“ fordert daher von der EU wirksame Reformen, denn die europäischen Städte und Gemeinden brauchen dringend mehr kommunalen, gemeinnützigen, sozialen Wohnraum, doch derzeit werden sie von der EU darin stark eingeschränkt.

Wann: 19.November 2019, 19:00 (Eintreffen) 19:30 Beginn
Wo: Gasthaus Vogelbauer, Wagramer Straße 112, 1220 Wien

15.Oktober: Lesung Brigitte Menne “Die Kentaurin von Kagran – Zorn- und Liebesentwürfe”

Von , 8. Oktober 2019 22:21

In dieser ersten großen Auswahl des lyrischen Werks von Brigitte Menne zeigen sich Suchbewegungen und Grenzüberschreitungen ihres Lebens vor und nach der Jahrtausendwende.

Aktionsradius ist der eines sagenhaften Wesens, einer Kentaurin, Kagran jener Randbezirk von Wien, in dem die Autorin wohnt. Die Gedichte sind selten auch anderssprachig, in Dialekten, Vogel oder Kauderwelsch.

Zu Zeiten war es ihr wichtig auszuloten, was es bedeutet Frau zu sein, der fortgeschrittenen Zeitgenossin stellen sich die Herausforderungen des Menschseins schlechthin.

Brigitte Menne (72) hat vor 30 Jahren das Frauennetzwerk Rohrbach mitbegründet, ist Künstlerin, Autorin, FemSlam-Teilnehmerin und hat 2018 die Rehabilitierung ihrer widerständigen Großmutter erkämpft

mit musikalischer Begleitung von Maren Rahmann

Wann: 15.10.2019, 19:30
Wo: Gasthaus Vogelbauer, Wagramer Straße 112, 1220 Wien

Geförderte Veranstaltung durch das Bezirksamt Wien 22

Panorama Theme by Themocracy